{"id":10206,"date":"2018-10-08T14:52:55","date_gmt":"2018-10-08T12:52:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/?page_id=10206"},"modified":"2019-10-08T14:05:58","modified_gmt":"2019-10-08T12:05:58","slug":"immunbiologie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/biologie\/immunbiologie\/","title":{"rendered":"Immunbiologie"},"content":{"rendered":"<p>Die Immunbiologie ist die Lehre der k\u00f6rpereigenen Abwehrmechanismen gegen Krankheitserreger. Einige der Abwehrmechanismen sind dabei von Geburt an vorhanden, andere werden im Laufe des Lebens erst erlernt. In diesem Artikel erkl\u00e4ren wir dir den Unterschied zwischen der unspezifischen- und der spezifischen Immunabwehr.<\/p>\n<div class=\"box info\">\nGrob werden bei der Immunabwehr zwei verschiedene Arten unterschieden:<\/p>\n<ul>\n<li>Unspezifische Immunabwehr<\/li>\n<li>Spezifische Immunabwehr<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><strong>Unspezifische Immunabwehr<\/strong><br \/>\nDie unspezifische Immunabwehr des K\u00f6rpers besteht aus zwei verschiedenen Verteidigungslinien. Die erste wird von mechanischen und chemischen Barrieren gebildet, die Erreger daran hindern, in unseren K\u00f6rper zu gelangen. Allen voran steht die Haut des Menschen, die verwundbarere Gewebe vor \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen sch\u00fctzt. Auch der pH-Wert im Magen oder Speichel und Tr\u00e4nen dienen unter anderem der Immunabwehr. Die zweite Barriere wird von einer Gruppe unspezifischer Zellen gebildet, falls es doch ein Erreger schafft, in den K\u00f6rper vorzudringen: Eine Gruppe verschiedener wei\u00dfer Blutzellen. Die wei\u00dfe Blutzellen werden im roten Knochenmark gebildet und leben meist nur wenige Stunden. Die zerst\u00f6ren Erreger durch Phagozytose, nehmen den Erreger also durch Endozytose auf und verdauen sie mithilfe von Lysosomen.<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<p><strong>Wichtigste wei\u00dfe Blutzellen der unspezifischen Immunabwehr:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Neutrophile Granulocyten:<\/strong> Zu 60 bis 70% bestehen die wei\u00dfen Blutzellen aus diesem Typen. Sie reagieren auf Signalstoffe und vernichten den Erreger dann durch Phagozytose.<\/li>\n<li><strong>Eosinophile Ganulocyten:<\/strong> Da sie eher die Aufgabe haben, parasitische Erreger wie W\u00fcrmer oder \u00e4hnliches zu vernichten, kommen sie nur in einer geringen Anzahl in der unspezifischen Abwehr vor.<\/li>\n<li><strong>Basophile Granulocyten und Mastzellen:<\/strong> Von diesen Zellen werden Entz\u00fcndungen eingeleitet.<\/li>\n<li><strong>Monocyten:<\/strong> Sie k\u00f6nnen selbstst\u00e4ndig in andere Gewebe auswandern, in denen sie sich dann zu Makrophagen weiterentwickeln. Diese sind besonders kompetent bei der Vernichtung von Erregern durch Phagozytose. Sie geh\u00f6ren zu den sogenannten antigenrepr\u00e4sentierenden Zellen (APC), die mithilfe eines Molek\u00fcl-Komplexes (MHC-Klasse-II) auf der Zelloberfl\u00e4che in der Lage sind, nach der Phagozytose von Erregern einen Teil der Antik\u00f6rper zu repr\u00e4sentieren und so auf den eingedrungenen Erreger aufmerksam zu machen.<\/li>\n<li><strong>Nat\u00fcrliche Killerzellen:<\/strong> Sie sind nicht f\u00fcr Erreger von au\u00dfen, sondern f\u00fcr infizierte Zellen und Krebszellen im K\u00f6rper zust\u00e4ndig.<\/li>\n<\/div>\n\n<p>Wei\u00dfe Blutzellen werden \u00fcber das Blutsystem und \u00fcber das lympathische System (ein Gef\u00e4\u00dfsystem zum Transport von Fl\u00fcssigkeiten) im K\u00f6rper transportiert. Dadurch werden die Zellen im ganzen K\u00f6rper verteilt und k\u00f6nnen den K\u00f6rper vor Erregern sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Auch Entz\u00fcndungen geh\u00f6ren zu den Abwehrmechanismen der unspezifischen Immunabwehr, wenn der Erreger zum Beispiel durch eine Schnittwunde bereits in den K\u00f6rper eindringen konnte. Die Blutgef\u00e4\u00dfe erh\u00f6hen dann ihre Durchl\u00e4ssigkeit und die Temperatur erh\u00f6ht sich, damit das Immunsystem schneller auf die Bedrohung reagieren kann. Eiterbildung sorgt dann daf\u00fcr, dass Zellen und Lymphfl\u00fcssigkeit abgetragen wird.<\/p>\n<p><strong>Spezifische Immunabwehr<\/strong><br \/>\nAuch an der spezifischem Immunabwehr sind wei\u00dfe Blutzellen beteiligt. Die Zellen, die hierzu geh\u00f6ren, erkennen jedoch spezifische Krankheitserreger ganz gezielt und bek\u00e4mpfen diese dann m\u00f6glichst effektiv.<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<p>Man unterscheidet nach dem Ort der Entstehung zwei verschiedene Typen von wei\u00dfen Blutzellen der spezifische Immunabwehr:<br \/>\n1. die T-Lymphocyten (Bildung bis zur Pubert\u00e4t im Thymus)<br \/>\n2. die B-Lymphocyten (Bildung im Knochenmark)<br \/>\n<\/div>\n<h2 class=\"anchor\" id=\"b-lymphocyten\">B-Lymphocyten<\/h2>\n<p>Sie sorgen daf\u00fcr, dass bei Erregerbefall Antik\u00f6rper hergestellt werden, die genau zu den Antigenen, das sind spezifische Oberfl\u00e4chenproteine auf der Membran von Erregern, passen. Die Antik\u00f6rper werden im Blut verteilt und sorgen daf\u00fcr, dass die Erregerzellen miteinander verklumpen. Diese k\u00f6nnen sich dann nicht mehr vermehren und werden von phagozytiert. Man spricht bei dieser Art der Immunantwort von der humoralen Abwehr. An der Informations\u00fcbermittlung dabei sind sogenannte T-Helferzellen beteiligt, die eine besondere Form der T-Lymphocyten sind. Treffen sie auf eine antigenpr\u00e4sentierende Zelle (zum Beispiel einen Makrophagen), findet eine spezielle Wechselwirkung statt, die daf\u00fcr sorgt, dass sich die T-Helferzelle teilt und ein ganz spezifischer, auf diese Antigene ausgerichteter Klon der T-Helferzelle entsteht. Dieser Klon aktiviert dann die B-Lymphocyten, die Plasmazellen bilden, welche dann Antik\u00f6rper gegen genau diese Antigene produzieren. B-Lymphocyten sind au\u00dferdem daf\u00fcr zust\u00e4ndig, dass Ged\u00e4chtniszellen produziert werden. Diese k\u00f6nnen bei einem erneuten Befall mit dem Erreger direkt spezifische Antik\u00f6rper herstellen.<\/p>\n<h2 class=\"anchor\" id=\"t-lymphocyten\">T-Lymphocyten<\/h2>\n<p>Sie besitzen ebenfalls spezifische Oberfl\u00e4chenstrukturen, die T-Zell-Rezeptoren. Dieser werden aber nicht ins Blut abgegeben. Deshalb spricht man hier von der zellvermittelten Immunabwehr. Diese ist vor allem daf\u00fcr verantwortlich, befallene Zellen im K\u00f6rper zu erkennen und zu eliminieren. Auch dies geschieht wieder \u00fcber spezielle Oberfl\u00e4chenstrukturen, die von befallenen Zellen repr\u00e4sentiert werden. Trifft ein T-Lymphocyt auf eine T-Helferzelle, die ein Antigen repr\u00e4sentiert, so wird der T-Lymphocyt zu einer Cytotoxischen Zelle aktiviert. Diese differenziert sich<br \/>\ndann zu einer aktiven Killerzelle und produziert ein Protein, welches die Zellmembran infizierter Zellen zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/T-Lymphocyten.jpg\" alt=\"T-Lymphocyten\" width=\"1296\" height=\"833\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11157\" srcset=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/T-Lymphocyten.jpg 1296w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/T-Lymphocyten-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/T-Lymphocyten-768x494.jpg 768w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/T-Lymphocyten-1024x658.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1296px) 100vw, 1296px\" \/><\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Immunbiologie ist die Lehre der k\u00f6rpereigenen Abwehrmechanismen gegen Krankheitserreger. 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