{"id":10220,"date":"2018-10-08T14:56:41","date_gmt":"2018-10-08T12:56:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/?page_id=10220"},"modified":"2019-03-06T16:02:47","modified_gmt":"2019-03-06T15:02:47","slug":"belege-fuer-die-evolution","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/biologie\/belege-fuer-die-evolution\/","title":{"rendered":"Belege f\u00fcr die Evolution"},"content":{"rendered":"<p>Lange war die Existenz von Evolution und den damit zusammenh\u00e4ngenden Prozessen eine absurde Vorstellung, die von den Gelehrten der Welt verleugnet wurde. Dies h\u00e4ngt unter anderem damit zusammen, dass die Akzeptanz von Evolution bedeutet zu akzeptieren, dass der Mensch und alle anderen Lebewesen ein und denselben Vorfahren haben und keine g\u00f6ttliche, herauszuhebende Sch\u00f6pfung ist. Erst im Laufe der Zeit und durch viele neue wissenschaftliche Methoden und arch\u00e4ologische Funde wurde ein gemeinsamer Ursprung der Lebewesen immer fundierter.<\/p>\n<p>Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen haben in der Vergangenheit Untersuchungsergebnisse und Erkenntnisse zusammengetragen, welche die Idee der Evolution unterst\u00fctzen und belegen. Einige dieser Belege werden hier dargestellt und erl\u00e4utert.<\/p>\n<h2 class=\"anchor\" id=\"mosaikformen\">Mosaikformen als Beleg f\u00fcr die Evolution<\/h2>\n<p>Fossile Funde von ausgestorbenen Tieren und auch einige rezente, also noch lebende Tiere, weisen einige Merkmale von eigentlich getrennten Tiergruppen auf. Dies l\u00e4sst den Schluss zu, dass sich Lebewesen verschiedener Verwandtschaftsgruppen aus demselben Organismus entwickelt haben. Ein ausgestorbenes Tier ist der Archaeopteryx, der Urvogel. Seine Knochen wurden unter anderem auch in Deutschland gefunden. Er besa\u00df sowohl Merkmale von Reptilien als auch von V\u00f6geln und gilt daher als \u00dcbergangsform zwischen diesen Gro\u00dfgruppen. Eine weitere, auch heute noch lebende (rezente) Mosaikform ist das Schnabeltier. Es besitzt \u00fcberwiegend Merkmale von Reptilien und S\u00e4ugetieren und sogar einige vogel\u00e4hnliche Merkmale.<\/p>\n<h2 class=\"anchor\" id=\"homologien\">Homologien als Beleg f\u00fcr die Evolution<\/h2>\n<p>Als Homologien bezeichnet man gleichwertige oder \u00e4hnliche Strukturen bei verschiedenen Lebewesen im Bauplan. Homologe Organe oder Strukturen erf\u00fcllen dabei nicht zwingend dieselbe Funktion. Um homologe Organe oder Merkmale zu erkennen, gibt es drei Kriterien, von denen mindestens eines erf\u00fcllt sein muss.<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<strong>Die drei Kriterien lauten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kriterium der Lage:<\/strong><br \/>\nDieses Kriterium besagt, dass Organe homolog sind, wenn sie an Orten im oder am K\u00f6rper liegen, die einem vergleichbaren Gef\u00fcge-System angeh\u00f6ren. Damit ist nicht gemeint, dass eine optische \u00c4hnlichkeit vorliegen muss, sondern durchaus auch Verschmelzungen oder Reduktionen zum Beispiel von Knochenteilchen erfolgen kann. Entscheidend ist stattdessen die Lagebeziehung der einzelnen Bestandteile zueinander.<\/li>\n<li><strong>Kriterium der Kontinuit\u00e4t:<\/strong><br \/>\nDieses Kriterium besagt, dass homologe Organe oder Merkmale durch Zwischenformen oder \u00dcbergangsformen miteinander verkn\u00fcpft sind, es also Lebewesen gibt, bei denen die Organe oder Merkmale nur zum Teil eine Funktions\u00e4nderung durchlaufen haben. <\/li>\n<li><strong>Kriterium der speziellen Struktur\/Kriterium der spezifischen Qualit\u00e4t:<\/strong><br \/>\nBei diesem Kriterium geht es darum, dass Organe und Merkmale unter einer bestimmten Voraussetzung auch homolog zueinander sein k\u00f6nnen, wenn ihre Lage nicht \u00fcbereinstimmt. Diese Voraussetzung ist, dass sie in anderen, zahlreichen Einzelheiten \u00fcbereinstimmen m\u00fcssen, wie zum Beispiel einem sehr komplexen strukturellen Aufbau.<\/li>\n<\/div>\n<p><strong>Das Thema Homologien als Beleg f\u00fcr die Evolution kannst du dir nochmal in diesem Lernvideo erkl\u00e4ren lassen!<\/strong><br \/>\n<div class=\"lyte-wrapper\" style=\"width:420px;max-width:100%;margin:5px;\"><div class=\"lyMe\" id=\"WYL_DBdKPPsqYAA\"><div id=\"lyte_DBdKPPsqYAA\" data-src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FDBdKPPsqYAA%2Fhqdefault.jpg\" class=\"pL\"><div class=\"tC\"><div class=\"tT\"><\/div><\/div><div class=\"play\"><\/div><div class=\"ctrl\"><div class=\"Lctrl\"><\/div><div class=\"Rctrl\"><\/div><\/div><\/div><noscript><a href=\"https:\/\/youtu.be\/DBdKPPsqYAA\" rel=\"nofollow\"><img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FDBdKPPsqYAA%2F0.jpg\" alt=\"YouTube-Video-Thumbnail\" width=\"420\" height=\"216\" \/><br \/>Dieses Video auf YouTube ansehen<\/a><\/noscript><\/div><\/div><div class=\"lL\" style=\"max-width:100%;width:420px;margin:5px;\"><\/div><br \/>\n<\/p>\n<h2 class=\"anchor\" id=\"weitere\">Weitere Belege f\u00fcr die Evolution<\/h2>\n<h3 class=\"anchor\" id=\"analogien\">Analogien<\/h3>\n<p>Analoge Organe oder Merkmale beruhen im Gegensatz zu Homologien nicht auf einem \u00e4hnlichen Bauplan, sondern auf einer \u00e4hnlichen Funktion. Diese Merkmale sind nicht durch einen gemeinsamen stammesgeschichtlichen Ursprung, sondern durch \u00e4hnlichen Selektionsdruck entstanden. Man spricht hier auch von einer konvergenten Entwicklung der Organe oder Merkmale.<\/p>\n<h3 class=\"anchor\" id=\"rudimente\">Rudimente<\/h3>\n<p>Als Rudimente werden Organe oder Merkmale bezeichnet, die sich im Verlauf der Evolution zur\u00fcck gebildet haben und meistens keine Funktion mehr erf\u00fcllen. Zum Teil haben sind die Organe nur nicht mehr so ausgepr\u00e4gt wie in der Vergangenheit (zum Beispiel Weisheitsz\u00e4hne, Reste des Beckeng\u00fcrtels bei Walen oder Reste des Schulter- und Beckeng\u00fcrtels bei der Blindschleiche). <\/p>\n<h3 class=\"anchor\" id=\"atavismen\">Atavismen<\/h3>\n<p>Als Atavismen werden Organe oder Merkmale bezeichnet, die im Verlauf der Evolution zur\u00fcckgebildet worden sind, bei einzelnen Individuen aber wieder auftreten k\u00f6nnen. Die Gene dieser Merkmale sind in der DNA noch vorhanden, h\u00e4ufig jedoch durch eine einfache Abschaltung reguliert. Kommt es aber zum Beispiel in dem regulatorischen Gen zu einer Mutation, kann es passieren, dass diese Organe oder Merkmale wieder ausgebildet werden (zum Beispiel \u00fcberz\u00e4hlige Brustwarze, fellartige Behaarung oder ein verl\u00e4ngertes Stei\u00dfbein).<\/p>\n<h3 class=\"anchor\" id=\"molekularbiologie\">Molekularbiologie<\/h3>\n<p>Auch viele molekularbiologische Erkenntnisse best\u00e4tigen die Theorien, dass alle Lebewesen aus einer gemeinsamen Urform entstanden sind. So ist der genetische Code universell und bei allen Lebewesen identisch und Adenosintriphosphat (ATP) der universeller Energietr\u00e4ger aller Organismen. Auch der Ablauf der Proteinbiosynthese gleicht sich bis auf einige Aspekten und bei allen Lebewesen werden die gleichen 20 Aminos\u00e4uren bei der Synthese der Proteine verwendet.<br \/>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange war die Existenz von Evolution und den damit zusammenh\u00e4ngenden Prozessen eine absurde Vorstellung, die von den Gelehrten der Welt verleugnet wurde. Dies h\u00e4ngt unter anderem damit zusammen, dass die Akzeptanz von Evolution bedeutet zu akzeptieren, dass der Mensch und alle anderen Lebewesen ein und denselben Vorfahren haben und keine g\u00f6ttliche, herauszuhebende Sch\u00f6pfung ist. 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