{"id":10235,"date":"2018-10-08T15:01:27","date_gmt":"2018-10-08T13:01:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/?page_id=10235"},"modified":"2018-11-19T14:01:48","modified_gmt":"2018-11-19T13:01:48","slug":"umweltfaktoren-und-oekologische-potenz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/biologie\/umweltfaktoren-und-oekologische-potenz\/","title":{"rendered":"Umweltfaktoren und \u00f6kologische Potenz"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Artikel erkl\u00e4ren wir dir, welche Umweltfaktoren es gibt und wie sie sich auf ihre Umgebung auswirken.<\/p>\n<p><strong>Schau dir zu Beginn dieses Einf\u00fchrungsvideo zum Thema \u00d6kologie an!<\/strong><br \/>\n<div class=\"lyte-wrapper\" title=\"Was ist &Ouml;kologie?! &amp;amp; Grundprinzip der &Ouml;kologie | &Ouml;kologie\" style=\"width:420px;max-width:100%;margin:5px;\"><div class=\"lyMe\" id=\"WYL_k5yruzeYVJU\"><div id=\"lyte_k5yruzeYVJU\" data-src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2Fk5yruzeYVJU%2Fhqdefault.jpg\" class=\"pL\"><div class=\"tC\"><div class=\"tT\">Was ist \u00d6kologie?! &amp; Grundprinzip der \u00d6kologie | \u00d6kologie<\/div><\/div><div class=\"play\"><\/div><div class=\"ctrl\"><div class=\"Lctrl\"><\/div><div class=\"Rctrl\"><\/div><\/div><\/div><noscript><a href=\"https:\/\/youtu.be\/k5yruzeYVJU\" rel=\"nofollow\"><img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2Fk5yruzeYVJU%2F0.jpg\" alt=\"Was ist &Ouml;kologie?! &amp;amp; Grundprinzip der &Ouml;kologie | &Ouml;kologie\" width=\"420\" height=\"216\" \/><br \/>Dieses Video auf YouTube ansehen<\/a><\/noscript><\/div><\/div><div class=\"lL\" style=\"max-width:100%;width:420px;margin:5px;\"><\/div><br \/>\n<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\nBei den Umweltfaktoren unterscheidet man zwischen<\/p>\n<ul>\n<li>der Abiotischen und<\/li>\n<li>der Biotischen Umwelt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Organismus, der sich an einem bestimmten Standort aufh\u00e4lt, kann dort nur \u00fcberleben, wenn er mit beiden Arten der Umweltfaktoren zurechtkommt.<\/p>\n<p>Zu den Abiotischen Faktoren geh\u00f6ren Dinge wie Licht- oder Temperaturverh\u00e4ltnisse, das Klima allgemein, verf\u00fcgbares Wasser, Mineralstoffe im Boden, pH-Wert des Bodens oder des Wassers und viele andere Faktoren, die sich durch chemische oder physische Messmethoden erfassen lassen.<\/p>\n<p>Zu den Biotischen Faktoren geh\u00f6ren alle sozialen Gef\u00fcge, wie Konkurrenten, Fressfeinde, Fortpflanzungspartner oder Parasiten. Alle Faktoren an einem Standort zu erfassen ist sehr schwierig, weshalb Vorhersagen \u00fcber die Entwicklung oder die Einfl\u00fcsse verschiedener Faktoren in einem solchen Bereich fast unm\u00f6glich sind. Oft sind die genauen Zusammenh\u00e4nge oder Effekte der Faktoren aufeinander in ihrer Gesamtheit nicht zu quantifizieren.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Begriff in der \u00d6kologie ist die \u00d6kologische Nische. Darunter wird die Gesamtheit aller Wechselbeziehungen zwischen einer Art und den biotischen und abiotischen Umweltfaktoren verstanden. Das Habitat hingegen beschreibt lediglich den tats\u00e4chlichen Lebensraum dieser Art.<\/p>\n<p>Eine weitere Unterscheidung ist die zwischen der Fundamentalnische und der Realnische. Bei der Fundamentalnische geht es darum, nur abiotische Umweltfaktoren in eine Untersuchung mit einzubeziehen. Die Realnische hingegen betrachtet sowohl biotische als auch abiotische Faktoren und ist daher in den meisten F\u00e4llen wesentlich kleiner, als die Fundamentalnische, da Aspekte wie Konkurrenz und Ressourcen oder Fressfeinde die Realnische sehr einschr\u00e4nken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>In diesem Lernvideo werden dir nochmals die biotische- und abiotische Umweltfaktoren erkl\u00e4rt!<\/strong><br \/>\n<div class=\"lyte-wrapper\" style=\"width:420px;max-width:100%;margin:5px;\"><div class=\"lyMe\" id=\"WYL_zGrwpiwzz1I\"><div id=\"lyte_zGrwpiwzz1I\" data-src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FzGrwpiwzz1I%2Fhqdefault.jpg\" class=\"pL\"><div class=\"tC\"><div class=\"tT\"><\/div><\/div><div class=\"play\"><\/div><div class=\"ctrl\"><div class=\"Lctrl\"><\/div><div class=\"Rctrl\"><\/div><\/div><\/div><noscript><a href=\"https:\/\/youtu.be\/zGrwpiwzz1I\" rel=\"nofollow\"><img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FzGrwpiwzz1I%2F0.jpg\" alt=\"YouTube-Video-Thumbnail\" width=\"420\" height=\"216\" \/><br \/>Dieses Video auf YouTube ansehen<\/a><\/noscript><\/div><\/div><div class=\"lL\" style=\"max-width:100%;width:420px;margin:5px;\"><\/div><br \/>\n<\/p>\n<h2 id=\"toleranzbereich-von-organismen-gegen\u00fcber-umweltfaktoren\" class=\"anchor\">Toleranzbereich von Organismen gegen\u00fcber Umweltfaktoren<\/h2>\n<p>Mithilfe der Vitalit\u00e4t eines Organismus bei einem variablen Umweltfaktor l\u00e4sst sich in Bezug auf diesen Faktor eine Toleranzkurve erstellen. Eine Toleranzkurve beschreibt immer nur einen einzigen Umweltfaktor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-11254\" src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Umweltfaktoren.jpg\" alt=\"Umweltfaktoren\" width=\"514\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Umweltfaktoren.jpg 822w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Umweltfaktoren-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Umweltfaktoren-768x505.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 514px) 100vw, 514px\" \/><\/p>\n<div class=\"box info\">\n<strong>Bereiche der Toleranzkurve:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Toleranzbereich beschreibt den gesamten Bereich, in dem ein Organismus existieren kann. Damit umfasst er alle Auspr\u00e4gungen des Umweltfaktors vom Minimum bis zum Maximum.<\/li>\n<li>Der Punkt des Minimum bzw. Maximum beschreibt die minimale oder maximale Auspr\u00e4gung, die dieser Umweltfaktor haben darf, damit der Organismus existieren kann. Wird das Minimum unterschritten oder das Maximum \u00fcberschritten, stirbt der Organismus.<\/li>\n<li>Die Randbereiche kurz vor dem Minimum und dem Maximum werden Pessimum (plural: Pessima) genannt. Hier kann der Organismus zwar noch \u00fcberleben, pflanzt sich jedoch nicht mehr fort.<\/li>\n<li>Das Pr\u00e4ferendum beschreibt den Pr\u00e4ferenzbereich des Organismus. Damit ist der Vorzugsbereich gemeint, welchen der Organismus bei freier Wahl der Auspr\u00e4gung des Umweltfaktors am ehesten w\u00e4hlen w\u00fcrde.<\/li>\n<li>Das Optimum bezeichnet die optimale Auspr\u00e4gung des Umweltfaktors, bei dem ein Organismus mit der bestm\u00f6glichen Vitalit\u00e4t existieren und sich fortpflanzen w\u00fcrde.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Toleranzkurven fallen f\u00fcr jede Art und jeden Umweltfaktor unterschiedlich aus. Dabei wird auch zwischen zwei verschiedenen Arten der Potenz unterschieden:<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<p>Die physiologische Potenz eines Organismus in Bezug auf einen Umweltfaktor beschreibt die Reaktionsbreite ohne die nat\u00fcrlichen Konkurrenzbedingungen, die normalerweise an einem Standort vorherrschen, die es einer Art erm\u00f6glicht, auf Dauer zu gedeihen (also von der Mitte bis zum jeweiligen Pessimum, da hier keine Fortpflanzung mehr m\u00f6glich ist).<\/p>\n<p>Die \u00f6kologische Potenz hingegen beschreibt die Reaktionsbreite unter nat\u00fcrlichen Konkurrenzbedingungen, in der diese Art auf Dauer gedeihen kann. Ist eine Art besonders konkurrenzstark, setzt sich also gut gegen andere Arten durch, so wird ihre \u00f6kologische Potenz wahrscheinlich der physiologischen Potenz relativ \u00e4hnlich sein. Ist eine Art eher konkurrenzschwach, so wird sie von konkurrenzst\u00e4rkeren Arten eher an den Rand ihrer eigenen Reaktionsbreite gedr\u00e4ngt. Physiologische und \u00f6kologische Potenz k\u00f6nnen sich dann sehr stark unterscheiden.<br \/>\n<\/div>\n<p>Wenn eine Art nur unter ganz bestimmten Umweltbedingungen gedeihen kann, also einen engen Toleranzbereich gegen\u00fcber vielen Umweltbedingungen hat, so bezeichnet man sie als sten\u00f6k. Ist eine Art jedoch relativ variabel, was viele Umweltfaktoren angeht, wird sie als eury\u00f6k bezeichnet. Sten\u00f6ke Arten sind sehr empfindlich gegen\u00fcber Ver\u00e4nderungen der Umweltfaktoren und sind h\u00e4ufig an sehr spezielle Lebensr\u00e4ume angepasst. Mit ihrem Vorkommen an einem bestimmten Standort kann man daher auf die dort bestehenden Umweltbedingungen schlie\u00dfen. Solche Arten werden auch als Bioindikatoren oder Zeigerarten bezeichnet. Pflanzliche Organismen eigenen sich f\u00fcr Aussagen \u00fcber die vorherrschenden Umweltfaktoren besser als tierische Organismen, da letztere nicht standortgebunden sind und ihren Lebensraum ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<h2 id=\"einflussfaktor-licht\" class=\"anchor\">Einflussfaktor: Licht<\/h2>\n<p>Besonders Pflanzen, die zeitlebens sesshaft sind und den eigenen Standort nicht variieren k\u00f6nnen, m\u00fcssen sich an den Umweltfaktor Licht anpassen. Viele Pflanzen, besonders in w\u00e4rmeren Gebieten, stehen vor einem Wasser-Licht-Dilemma: F\u00fcr die eigene Energiegewinnung, die bei Pflanzen durch die Photosynthese geschieht, brauchen Pflanzen das Sonnenlicht. Gleichzeitig brauchen sie aber auch Wasser, um die chemischen Reaktionen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Steht eine Pflanze nun an einem Standort, der extrem viel Sonne abbekommt, transpiriert die Pflanze aber auch besonders viel und verliert dadurch Fl\u00fcssigkeit. Die Spalt\u00f6ffnungen, durch die eine Pflanze transpiriert, kann sie aber nicht schlie\u00dfen, da sie f\u00fcr die Photosynthese CO2 aufnehmen muss, was ebenfalls \u00fcber ihre Spalt\u00f6ffnungen geschieht. Daher haben einige Pflanzen morphologische Anpassungen an spezifische Standorte entwickelt. Zum einen unterscheidet man dabei die Xerophythen (links im Bild) mit besonderen Anpassungen f\u00fcr trockene und warme Standorte und die Hygrophyten (rechts im Bild) mit besonderen Anpassungen f\u00fcr feuchte, aber schattigere Standorte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-11256\" src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Licht-als-Einflussfaktor.jpg\" alt=\"Licht als Einflussfaktor\" width=\"790\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Licht-als-Einflussfaktor.jpg 1325w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Licht-als-Einflussfaktor-300x91.jpg 300w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Licht-als-Einflussfaktor-768x234.jpg 768w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Licht-als-Einflussfaktor-1024x312.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 790px) 100vw, 790px\" \/><\/p>\n<p>Xerophyten besitzen eine besonders dicke Cuticula, die als Wachsschicht daf\u00fcr sorgt, dass aus dem Blatt nicht so viel Feuchtigkeit entweicht und das Blatt nicht so schnell austrocknet. Darauf folgt eine mehrschichtige Epidermis ohne Chloroplasten und darunter das mehrschichtige Palisaden- und Schwammgewebe, in welchem viele Chloroplasten eine hohe Photosyntheserate erm\u00f6glichen. Viele kleinere Spalt\u00f6ffnungen und kleine Interzellularr\u00e4ume wirken au\u00dferdem transpirationsmindernd.<\/p>\n<p>Hygrophyten haben hingegen nur eine d\u00fcnne Cuticula und eine einschichtige Epidermis. Darauf folgt ein Palisadengewebe mit vielen Chloroplasten, welche das vorhandene Sonnenlicht f\u00fcr Photosynthese nutzen. Viele herausgehobene gro\u00dfe Spalt\u00f6ffnungen und gro\u00dfe Interzellularr\u00e4ume wirken au\u00dferdem transpirationsf\u00f6rdernd, um \u00fcbersch\u00fcssige Feuchtigkeit abgeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine weitere Methode, die Pflanzen entwickelt haben um trotz ung\u00fcnstiger Klimaerscheinungen eine bestm\u00f6gliche Photosyntheserate zu haben, ist die zeitliche Trennung von den verschiedenen Schritten, f\u00fcr die die Komponenten Sonnenlicht und CO2 gebraucht werden. Meist wird tags\u00fcber das Sonnenlicht aufgenommen und in einer Zwischenform in der Pflanze gespeichert, sodass nachts, wenn die Spalt\u00f6ffnungen problemlos zu \u00f6ffnen sind und CO2 aufgenommen werden kann, die n\u00e4chsten Schritte der Photosynthese stattfinden.<\/p>\n<h2 id=\"einflussfaktor-temperatur\" class=\"anchor\">Einflussfaktor: Temperatur<\/h2>\n<p>Die Umgebungstemperatur \u00e4ndert sich nicht nur mit dem Tages- und Jahresver lauf, sondern ist auch abh\u00e4ngig von der Klimazone, in der man sich befindet. F\u00fcr Tiere bedeutet das, dass sie sich entsprechend ihrem Lebensraum durch morphologische Merkmale angepasst haben m\u00fcssen oder sie sich den Umst\u00e4nden entsprechend verhalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>S\u00e4ugetiere oder V\u00f6gel werden als gleichwarme (homoiotherme) Tiere bezeichnet. Das bedeutet, dass sie ihre K\u00f6rpertemperatur durch Regulierung auch in kalten oder hei\u00dfen Regionen auf einem gleichbleibenden Niveau halten k\u00f6nnen. Das sorgt daf\u00fcr, dass physiologische Vorg\u00e4nge jederzeit mit einer konstanten Geschwindigkeit ablaufen k\u00f6nnen. Bei den Regulationsmechanismen unterscheidet man zwischen morphologischen Anpassungen (zum Beispiel durch Winterfell) oder verhaltensbiologische Anpassungen (zum Beispiel Hecheln, Schwitzen oder Zittern).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-11258\" src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Gegen\u00fcberstellung-homoiothermer-und-poikilothermer-Tiere.jpg\" alt=\"Gegen\u00fcberstellung homoiothermer und poikilothermer Tiere\" width=\"653\" height=\"421\" srcset=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Gegen\u00fcberstellung-homoiothermer-und-poikilothermer-Tiere.jpg 864w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Gegen\u00fcberstellung-homoiothermer-und-poikilothermer-Tiere-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Gegen\u00fcberstellung-homoiothermer-und-poikilothermer-Tiere-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 653px) 100vw, 653px\" \/><\/p>\n<p>Insekten und Reptilien sind hingegen wechselwarm (poikilotherm). Sie haben keine konstante K\u00f6rpertemperatur und k\u00f6nnen diese nicht selbstst\u00e4ndig regulieren.<br \/>\nStattdessen erh\u00f6hen sie ihre Temperatur, indem sie Sonnen- oder Schattenstellen aufsuchen. Ihre K\u00f6rpertemperatur passt sich immer der Umgebungstemperatur an.<\/p>\n<p>Man sieht in der obigen Abbildung deutlich, dass das Pr\u00e4ferendum bei den gleichwarmen Tieren wesentlich breiter ist, als bei wechselwarmen. F\u00fcr diese erweiterte Reaktionsbreite m\u00fcssen die Tiere jedoch auch 5 bis 10 Mal mehr <strong>Nahrungsenergie zu sich nehmen, als wechselwarme Tiere bei gleicher K\u00f6rpermasse. Ein gro\u00dfer Teil der m\u00fchsam gesammelten oder erbeuteten Nahrung wird also nur f\u00fcr die Regulation der K\u00f6rpertemperatur genutzt.<\/strong><\/p>\n<p>Im Winter ist die Regulation der K\u00f6rpertemperatur f\u00fcr gleichwarme Tiere besonders schwierig und auch die Sonnenenergie reicht nicht mehr aus, um wechselwarme Tiere ausreichend temperiert zu halten. Daher haben verschiedene Tierarten verschiedene Konzepte entwickelt, um die kalten Jahreszeiten zu \u00fcberstehen:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-11260\" src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Winterschlaf-der-Tiere.jpg\" alt=\"Winterschlaf der Tiere\" width=\"669\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Winterschlaf-der-Tiere.jpg 1140w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Winterschlaf-der-Tiere-300x90.jpg 300w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Winterschlaf-der-Tiere-768x230.jpg 768w, https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Winterschlaf-der-Tiere-1024x306.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 669px) 100vw, 669px\" \/><\/p>\n<p>Weitere Anpassungen werden durch die sogenannten Tiergeographischen Regeln oder Klimaregeln beschrieben. Bei ihnen geht es um die allgemeine Form der K\u00f6rper der Tiere. Grundlage davon ist, dass die W\u00e4rmeabgabe eines K\u00f6rpers proportional zur Oberfl\u00e4che ist und die W\u00e4rmebildung im K\u00f6rper von Volumen des K\u00f6rpers abh\u00e4ngt. Ein K\u00f6rper mit einem gro\u00dfen Volumen-Oberfl\u00e4chenVerh\u00e4ltnis hat eine h\u00f6here W\u00e4rmespeicherkapazit\u00e4t als ein K\u00f6rper mit niedrigem Volumen-Oberfl\u00e4chen-Verh\u00e4ltnis. Die g\u00fcnstigste Form, um m\u00f6glichst viel W\u00e4rme zu produzieren und gleichzeitig so wenig wie m\u00f6glich davon abzugeben, w\u00e4re ein Kreis.<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<p>Die erste Klimaregel, die Bergmann\u2019sche Regel, besagt, dass bei nah verwandten, homoiothermen Arten die Vertreter in k\u00e4lteren Regionen volumin\u00f6ser und gr\u00f6\u00dfer sind, als bei Vertretern der Arten an w\u00e4rmeren Klimaregionen.<\/p>\n<p>Die Allen\u2019sche Regel besagt, dass K\u00f6rperanh\u00e4nge, wie Ohren oder Extremit\u00e4ten von nah verwandten, homoiothermen Arten in k\u00e4lteren Regionen meist kleiner und gedrungener sind, als bei Vertretern der Arten an w\u00e4rmeren Klimaregionen.<br \/>\n<\/div>\n<p>Wenn die Extrembedingungen der Temperatur an einem Standort nur tempor\u00e4r sind, wie beispielsweise bei Jahreszeiten, so k\u00f6nnen einige Arten auch eine Ausweichreaktion (Avoidanz) zeigen (zum Beispiel der Vogelzug nach S\u00fcden).<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Artikel erkl\u00e4ren wir dir, welche Umweltfaktoren es gibt und wie sie sich auf ihre Umgebung auswirken. 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