{"id":8902,"date":"2018-07-11T10:56:33","date_gmt":"2018-07-11T08:56:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/?page_id=8902"},"modified":"2018-11-07T16:38:40","modified_gmt":"2018-11-07T15:38:40","slug":"die-lyrik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/deutsch\/die-lyrik\/","title":{"rendered":"Die Lyrik"},"content":{"rendered":"<p>Bei all der k\u00fcnstlerischen Literatur scheint die Lyrik am gebr\u00e4uchlichsten. Wie der Ursprung der Bezeichnung \u201elyra\u201c schon andeutet, ist die Sangbarkeit und auch das Vortragen der Lyrik eines seiner gr\u00f6\u00dften Schl\u00fcsselelemente. Die M\u00f6glichkeiten erstrecken sich hierbei bis ins unermessliche, wobei die feierliche Lyrik mit am H\u00e4ufigsten verbreitet ist.<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<strong>Arten von feierlicher Lyrik<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Liebeslyrik f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen, die jeden Aspekt von Liebe behandelt.<\/li>\n<li>Religi\u00f6se Lyrik und Kirchenlieder, die Heilige oder G\u00f6tter preisen.<\/li>\n<li>Gesellige Lyrik zum Wandern, Trinken, Tanzen etc.<\/li>\n<li>Epische Lyrik, bekannt durch Balladen, Verserz\u00e4hlungen oder Storyteller im Rapbereich<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><strong>Schau dir zur Einf\u00fchrung das Lernvideo von Die Merkhilfe zum Thema Lyrik an!<\/strong><\/p>\n<div class=\"lyte-wrapper\" style=\"width:420px;max-width:100%;margin:5px;\"><div class=\"lyMe\" id=\"WYL_XxYT31yRrZQ\"><div id=\"lyte_XxYT31yRrZQ\" data-src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FXxYT31yRrZQ%2Fhqdefault.jpg\" class=\"pL\"><div class=\"tC\"><div class=\"tT\"><\/div><\/div><div class=\"play\"><\/div><div class=\"ctrl\"><div class=\"Lctrl\"><\/div><div class=\"Rctrl\"><\/div><\/div><\/div><noscript><a href=\"https:\/\/youtu.be\/XxYT31yRrZQ\" rel=\"nofollow\"><img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/plugins\/wp-youtube-lyte\/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FXxYT31yRrZQ%2F0.jpg\" alt=\"YouTube-Video-Thumbnail\" width=\"420\" height=\"216\" \/><br \/>Dieses Video auf YouTube ansehen<\/a><\/noscript><\/div><\/div><div class=\"lL\" style=\"max-width:100%;width:420px;margin:5px;\"><\/div><\/p>\n<p>An diese Art der Lyrik ist eine gewisse Funktionalit\u00e4t gekn\u00fcpft. Bereits Goethe bezeichnete die feierliche Lyrik als Casuallyrik. Poeten wurden angeheuert und hatten den Auftrag die Stimmung einer Feier oder eines Zusammentreffens wiederzugeben. Moderne Beispiele f\u00fcr diese Arbeit sind nicht nur im rein k\u00fcnstlerischen Bereich zu finden. So gibt es Werbetexter, Mediendesigner oder auch \u00dcbersetzer aus \u00dcbersee, die die Kunst der Lyrik verstanden haben m\u00fcssen um sie f\u00fcr den Kunden und Rezipienten zufriedenstellend wiederzugeben.<\/p>\n<p>Diesem Konzept steht die Lyrik als Ausdruck einer Stimmung gegen\u00fcber. Diese mag dir vielleicht bekannter vorkommen, denn durch Film und Fernsehen wird oftmals der Eindruck vermittelt, Gedichte schreiben bedeute, seine innersten Gef\u00fchle preis zugeben. Stimmungsvolle und subjektive Lyrik richtet sich jedoch nicht nach einem Publikum, sie will ein Ausdruck sein.<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<strong>Schuld an dieser Ansicht haben drei Faktoren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Lyrik der Empfindsamkeit.<\/li>\n<li>Die Erlebnislyrik .<\/li>\n<li>Die Lyrik der Romantik.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"study-deutsch-fullwidth\" id=\"study-3034278636\"><div class=\"ad fullwidth lernheft amz\">\r\n    <div class=\"inner\">\r\n        <div class=\"txt\">\r\n            <span class=\"firstline\">Unser Lernheft zum Deutsch-Abi'22<\/span>\r\n\t\t\t<span class=\"secondline\">Erkl\u00e4rungen + Klausuren + L\u00f6sungen!<\/span>\r\n           <!-- <div class=\"stars\">\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star-half\"><\/i>\r\n            <\/div>\r\n            <div class=\"stars-counter\">\r\n                <small>4,5 von 5 Sternen<\/small>\r\n            <\/div>-->\r\n        <\/div>\r\n        <div class=\"btn-container\">\r\n            <a class=\"btn orange\" target=\"_blank\" href=\"%link%\"><img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/amz.png\" alt=\"Jetzt kaufen\" title=\"Jetzt kaufen\" \/><span>Auf Amazon ansehen<\/span><\/a>\r\n        <\/div>\r\n        <div class=\"media\">\r\n            <div class=\"img\">\r\n                <img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/deutsch-abiturvorbereitung.png\" alt=\"Deutsch Abiturvorbereitung\" title=\"Deutsch Abiturvorbereitung\" \/>\r\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n    <div class=\"figure circle\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure circle2\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure square\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure triangle\"><\/div>\r\n   <div class=\"label red\"><p>15,99\u20ac<\/p><\/div>\r\n<\/div><\/div>\n<p>Alle drei Lyrikarten zielen nicht auf Logik oder Geschlossenheit. Sie sind bewusst auf das Gef\u00fchl als solches fixiert. Die empfindsame Lyrik versteht sich als Gegenbewegung zu der starr rationalen Aufkl\u00e4rung und ihrer sogenannten \u201eVerstandeskr\u00e4fte\u201c. Die Frage, ob ein K\u00fcnstler wirklich gut ist wenn er sich von seinen Gef\u00fchlen treiben l\u00e4sst, ist Grundlage f\u00fcr eine Diskussion, die schon seit Jahrhunderten gestellt wird und wiederholt andere Mentalit\u00e4ten und Schreibstile hervorbrachte.<\/p>\n<p>Zusammenfassend wird festgehalten, dass sich Lyrik als vielseitig versteht und auch so erkannt werden muss. Ansichten, dass durch Lyrik nur Gef\u00fchle ge\u00e4u\u00dfert werden oder sie zu unterhalten hat sind nicht korrekt und d\u00fcrfen (wenn nicht sogar m\u00fcssen) korrigiert werden. Seit Jahrhunderten werden der Lyrik, geschuldet durch dem Fortschreiten der Zeit, immer wieder neue Attribute hinzugef\u00fcgt und niemand kann wissen, was zu diesem Thema im n\u00e4chsten Jahrhundert gesagt wird.<\/p>\n<h2>Lyrikanalyse: Metrische Analyse<\/h2>\n<p>Bei der Analyse von lyrischen Texten stehen zwei Leitfragen im Vordergrund: \u201eWas ist vorhanden?\u201c und \u201eWas sagt es aus?\u201c. Jedes Detail, sei es inhaltlich oder formal, kann ein entscheidender Faktor f\u00fcr die Interpretation eines Gedichts darstellen.<\/p>\n<p>Der einfachste Teil, mit welchem man von daher beginnen sollte, ist die Erkundung des Aufbaus eines Gedichts. Hier werden die Offensichtlichkeiten dargelegt.<\/p>\n<h2>Lyrik: Das Reimschema<\/h2>\n<div class=\"Table\">\n<div class=\"Table-row Table-header\">\n<div class=\"Table-row-item\">Reimschema<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">Beispiel<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Kreuzreim (abab)<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>So kommet vor sein Anges<em>icht<\/em>,<br \/>\nmit Jauchzen Dank zu br<em>ingen<\/em>;<br \/>\nbezahlet die gelobte Pfl<em>icht<\/em><br \/>\nund la\u00dft uns fr\u00f6hlich s<em>ingen<\/em> [&#8230;]<br \/>\n&#8211; Sei Lob und Ehr\u2019 dem h\u00f6chsten Gut (1675), Johann Jakob Sch\u00fctz.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p><strong>Paarreim (aabb)<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Gelassen stieg die Nacht ans L<em>and<\/em>,<br \/>\nLehnt tr\u00e4umend an der Berge W<em>and<\/em>,<br \/>\nIhr Auge sieht die goldne Waage n<em>un<\/em><br \/>\nDer Zeit in gleichen Schalen stille r<em>uhn<\/em>; [&#8230;]<br \/>\n&#8211; Um Mitternacht, Eduard M\u00f6rike (1828)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p><strong>Umarmender Reim (abba):<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gro\u00df.<br \/>\nLeg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,<br \/>\nUnd auf den Fluren lass die Winde los. [&#8230;]<br \/>\n&#8211; Herbsttag (1902), Rainer Maria Rilke<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Schweifreim (aabccb)<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Der Mond ist aufgeg<em>angen<\/em>,<br \/>\nDie goldnen Sternlein pr<em>angen<\/em><br \/>\nAm Himmel hell und kl<em>ar<\/em>;<br \/>\nDer Wald steht schwarz und schw<em>eiget<\/em>,<br \/>\nund aus den Wiesen st<em>eige<\/em>t<br \/>\nder wei\u00dfe Nebel wunderb<em>ar<\/em>. [&#8230;]<br \/>\n&#8211; Abendlied (1779), Matthias Claudius<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p><strong>Kein Reim (abcdefg&#8230;)<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Ich habe mich dem Leben nie entzogen;<br \/>\nnicht den rotgelben Notwendigkeiten der Liebe,<br \/>\nnicht den senkrechten B\u00fcchern,<br \/>\nnicht den Kriegsgorillen noch der Magenratte Hunger,<br \/>\nnicht dem verlegenen L\u00e4cheln des Untergebenen,<br \/>\noder wohlgespielter W\u00fcrdigkeit. [&#8230;]<br \/>\n&#8211; Ich habe mich dem Leben nie entzogen. (1952), Arno Schmidt<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Aber wozu sich die M\u00fche machen, und das nochmal in der Klausur extra herausstellen, wenn es doch offensichtlich dort steht?&#8220;, fragst du dich jetzt wahrscheinlich. Zum einen gibt es diverse Gedichte die ein wesentlich komplexeres Reimschema aufweisen als die hier gezeigten Beispiele. Zum anderen kann die Wahl eines bestimmten Reimschema als eine inhaltliche Untermauerung dienen.<\/p>\n<div class=\"box info\">\n<strong>Beispiele f\u00fcr inhaltliche Untermauerung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Paarreime in Liebesgedichten dr\u00fccken auch formal eine gew\u00fcnschte oder erf\u00fcllte Zweisamkeit aus.<\/li>\n<li>Schweifreime in Naturgedichten wie dem von Claudius sollen einen vertr\u00e4umten Gedankenfluss andeuten.<\/li>\n<li>Gedichte ohne Reime k\u00f6nnen wie bei Arno Schmidt synonym zu einem chaotischen Zustand gedeutet werden, speziell in diesem Beispiel die Nachkriegszeit.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"study-deutsch-fullwidth\" id=\"study-2225661\"><div class=\"ad fullwidth lernheft amz\">\r\n    <div class=\"inner\">\r\n        <div class=\"txt\">\r\n            <span class=\"firstline\">Unser Lernheft zum Deutsch-Abi'22<\/span>\r\n\t\t\t<span class=\"secondline\">Erkl\u00e4rungen + Klausuren + L\u00f6sungen!<\/span>\r\n           <!-- <div class=\"stars\">\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star-half\"><\/i>\r\n            <\/div>\r\n            <div class=\"stars-counter\">\r\n                <small>4,5 von 5 Sternen<\/small>\r\n            <\/div>-->\r\n        <\/div>\r\n        <div class=\"btn-container\">\r\n            <a class=\"btn orange\" target=\"_blank\" href=\"%link%\"><img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/amz.png\" alt=\"Jetzt kaufen\" title=\"Jetzt kaufen\" \/><span>Auf Amazon ansehen<\/span><\/a>\r\n        <\/div>\r\n        <div class=\"media\">\r\n            <div class=\"img\">\r\n                <img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/deutsch-abiturvorbereitung.png\" alt=\"Deutsch Abiturvorbereitung\" title=\"Deutsch Abiturvorbereitung\" \/>\r\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n    <div class=\"figure circle\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure circle2\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure square\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure triangle\"><\/div>\r\n   <div class=\"label red\"><p>15,99\u20ac<\/p><\/div>\r\n<\/div><\/div>\n<h2>Metrik<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend die Frage nach dem Reimschema f\u00fcr viele mehr eine Sinnfrage als Verst\u00e4ndnisfrage darstellt, verh\u00e4lt es sich bei der Untersuchung des Metrums anders.<\/p>\n<p>Die Metrik, also die \u201eKunst des Messens\u201c bringt vor allem in \u00e4lterer Lyrik eine n\u00f6tige Struktur in Texte und l\u00e4sst sie so rhythmisch wirken. W\u00e4hrend es in der heutigen Zeit m\u00f6glich ist Gedichte mit willk\u00fcrlicher Wortanreihung zu verfassen, war diese Methode damals verp\u00f6nt. Dichter, die als qualitativ wertvoll angesehen werden wollten, mussten sich an die Regeln der Metrik halten. Sie mussten Gedichte so schreiben, dass ein gewisser Rhythmus eingehalten wurde. Von diesen \u201eRhythmen\u201c gibt es mehrere Formen. Die vier wichtigsten werden hier mit Beispielen angef\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Das Metrum<\/h3>\n<p>\u2014 = lange Silbe, betont<br \/>\nU = kurze Silbe, unbetont<\/p>\n<div class=\"Table\">\n<div class=\"Table-row Table-header\">\n<div class=\"Table-row-item\">Metrum<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">Beispiel<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Jambus (U \u2014)<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Ge-<em>spenst<\/em>, ver-<em>dient<\/em>, Un-<em>gl\u00fcck<\/em>, Zer-<em>riss<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Troch\u00e4us (\u2014 U)<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p><em>For<\/em>-men, <em>Mischung, <em>lach<\/em>-en, <em>Wiss<\/em>-en<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Daktylus (\u2014 UU)<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p><em>Ach<\/em>-terbahn, <em>Klass<\/em>-enfahrt, <em>wun<\/em>-derbar<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Anap\u00e4st (UU \u2014)<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Ele-<em>fant<\/em>, Fanta-<em>sie<\/em>, Zauber-<em>ei<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<br \/>\nZus\u00e4tzlich gibt es den Spondeu. Dies ist eine seltene Variation, in der ein Wort zwei betonte Silben besitzt. Beispiele hier finden sich in Hymnen mit L\u00e4nderbezeichnung wie \u201eDeutschland\u201c, oder Kraftw\u00f6rtern wie \u201eFreiheit\u201c.<\/p>\n<p>Wir kennen jetzt die einzelnen Versma\u00dfe, aber viel anfangen k\u00f6nnen wir damit noch nicht. Wir m\u00fcssen bestimmen k\u00f6nnen, was eine lange und eine kurze Silbe ist. Dies erweist sich f\u00fcr viele als schwierigster Teil. Oftmals erscheint einem diese Einteilung je nach Gedicht willk\u00fcrlich. Bei Worten wie das f\u00fcr den Daktylus angef\u00fchrte Beispiel \u201eAchterbahn\u201c k\u00f6nnte man im Prinzip auch die letzte Silbe betonen, was es wiederum zu einem Troch\u00e4us machen w\u00fcrde. Allgemein kann man dann doch W\u00f6rter so betonen, wie man m\u00f6chte, und das w\u00fcrde doch die ganze Metrik entweder veraltet oder komplett sinnlos machen?<\/p>\n<p>Eine Methode lange betonte Silben von kurzen unbetonten zu unterscheiden ist bei Unklarheit jede Silbe lang auszusprechen. Probiere es einmal selbst aus. Sprich erst ACH-ter-bahn, und dann ach-TER-BAHN und diverse andere Kombinationen aus. Du wirst schnell erkennen, dass erstere Aussprachem\u00f6glichkeit die sinnvollste ist.<\/p>\n<p>Ein weiterer Anhaltspunkt, welcher einen sicheren Aufschluss \u00fcber die Betonung der Silben geben kann, ist die Faustregel, dass die Affixe immer unbetont- und die Wortst\u00e4mme immer betont sind. Bei dem Wort \u201edienen\u201c ist der Wortstamm \u201eDIEN\u201c, also folglich immer betont. Wenn man das nun in Kombination mit anderen Affixen verwendet, wie z. B. \u201everDIENen\u201c oder \u201eDIENer\u201c, hat man auch ohne<br \/>\ndie Aussprech-Methode schnell ermittelt, welche Silben lang oder kurz sind. Einsilbige W\u00f6rter sind fast immer betont (z. B. \u201eBall\u201c, \u201eHerz\u201c, \u201eKnall\u201c).<\/p>\n<p>Die letzte \u00f6fters zutreffende Faustregel ist, dass das Deutsche zu gro\u00dfen Teilen eine troch\u00e4ische Sprache ist. Die Mehrheit aller Substantive hat eine betonte Silbe am Anfang, wie z.B. \u201eFU\u00df-ball\u201c oder \u201eZUG-fahrt\u201c. Dies fiel schon 1839 Dr. Max Wilhelm G\u00f6tzinger auf, der in &#8222;Die deutsche Sprache und ihre Literatur&#8220; (S. 653-654) schrieb, dass der deutsche Troch\u00e4us zu viel angewendet wurde und nicht sch\u00f6n sei, verglichen mit dem variationsreicheren Jambus. Ein besonders ung\u00fcnstiger Umstand, da es schwieriger wird, den franz\u00f6sischen Vorbildern mit ihrer jambischen Sprache gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Jetzt wissen wir also, wie man lange und kurze Silben erkennt und wie man sie voneinander unterscheidet. Nehmen wir einen willk\u00fcrlichen Gedichtsauszug als Beispiel und wenden diese Regeln an:<\/p>\n<div class=\"box exercise\">\n<em>Der Mensch, das Spiel der Zeit, spielt, weil er allhie lebt,<br \/>\nIm Schauplatz dieser Welt, er sitzt und doch nicht feste.<br \/>\nDer steigt und jener f\u00e4llt, der suchet die Pal\u00e4ste<br \/>\nUnd der ein schlechtes Dach, der herrscht und jener webt.<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Ebenbild unseres Lebens (um 1650), Andreas Gryp<\/p>\n<\/div>\n<p>Wir betrachten den ersten Vers des Auszugs und schauen welche Silben betont oder unbetont sind (unabh\u00e4ngig vom Rhythmus). Wir markieren also alle Silben, die betont sein k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>Der <strong>Mensch<\/strong>, das <strong>Spiel<\/strong> der <strong>Zeit<\/strong>, <strong>spielt<\/strong>, weil <strong>er<\/strong> all<strong>hie<\/strong> <strong>lebt<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben auf der einen Seite das Gl\u00fcck, dass dieses Gedicht schon im ersten Vers drei einsilbige Substantive beinhaltet. Auf der anderen Seite haben wir nach dem Wort \u201eZeit\u201c aber ein weiteres einsilbiges Verb. Eine Ordnung wird hier erst einmal angedeutet, scheint aber noch nicht vorhanden zu sein. Deswegen erweitern wir den Kontext und markieren den n\u00e4chsten Vers.<\/p>\n<p>Der <strong>Mensch<\/strong>, das <strong>Spiel<\/strong> der <strong>Zeit<\/strong>, <strong>spielt<\/strong>, weil <strong>er<\/strong> all<strong>hie<\/strong> <strong>lebt<\/strong><br \/>\nIm <strong>Schau<\/strong>platz <strong>die<\/strong>ser <strong>Welt<\/strong>, er <strong>sitzt<\/strong> und <strong>doch<\/strong> nicht <strong>fest<\/strong>e.<\/p>\n<p>Wir haben einen sechshebigen Jambus im zweiten Vers festmachen k\u00f6nnen. Wir ziehen jetzt noch die letzten beiden Verse des Auszugs zurate, um uns zu vergewissern, dass diese Betonungsstruktur intendiert ist.<\/p>\n<p>Der <strong>Mensch<\/strong>, das <strong>Spiel <\/strong>der <strong>Zeit<\/strong>, <strong>spielt<\/strong>, weil er all<strong>hie<\/strong> <strong>lebt<\/strong><br \/>\nIm <strong>Schau<\/strong>platz <strong>die<\/strong>ser <strong>Welt<\/strong>, er <strong>sitzt <\/strong>und <strong>doch <\/strong>nicht <strong>fest<\/strong>e.<br \/>\nDer <strong>steigt <\/strong>und <strong>je<\/strong>ner <strong>f\u00e4llt<\/strong>, der <strong>such<\/strong>et <strong>die<\/strong> Pa<strong>l\u00e4s<\/strong>te<br \/>\nUnd <strong>der <\/strong>ein <strong>schlecht<\/strong>es <strong>Dach<\/strong>, der <strong>herrscht <\/strong>und <strong>je<\/strong>ner <strong>webt<\/strong>.<\/p>\n<p>Es ergibt sich jetzt ein klareres Bild des Metrums. Jetzt kann mit dieser Betonungsstruktur der Rest des Sonetts untersucht und auf Abweichungen \u00fcberpr\u00fcft werden. Die korrekte Struktur lautet also wie folgt:<\/p>\n<p>Der <strong>Mensch<\/strong>, das <strong>Spiel <\/strong>der <strong>Zeit<\/strong>, spielt, <strong>weil<\/strong> er <strong>all<\/strong>hie <strong>lebt<\/strong><br \/>\nIm <strong>Schau<\/strong>platz <strong>die<\/strong>ser <strong>Welt<\/strong>, er <strong>sitzt <\/strong>und <strong>doch <\/strong>nicht <strong>fest<\/strong>e.<br \/>\nDer <strong>steigt <\/strong>und <strong>je<\/strong>ner <strong>f\u00e4llt<\/strong>, der <strong>such<\/strong>et <strong>die<\/strong> Pa<strong>l\u00e4s<\/strong>te<br \/>\nUnd <strong>der <\/strong>ein <strong>schlecht<\/strong>es <strong>Dach<\/strong>, der <strong>herrscht <\/strong>und <strong>je<\/strong>ner <strong>webt<\/strong>.<\/p>\n<p>Wichtig sei hier nur noch zu erw\u00e4hnen, dass falls es in einer Strophe ein festes Metrum gibt, dass dieses nicht zwangsl\u00e4ufig in allen anderen Strophen vorhanden sein muss. In der Literatur sind viele Regeln und Traditionen entstanden, aber noch mehr Dichter verstanden sich darauf diese Stile zu brechen. Wenn du also ein Gedicht vorliegen hast, in dem keine Struktur gefunden werden kann, besteht auch die M\u00f6glichkeit, dass es tats\u00e4chlich keine gibt. F\u00fcr eine Abitur-Klausur w\u00e4re dies aber untypisch.<\/p>\n<h2>Kadenz<\/h2>\n<p>Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Kadenz (von ital. cadenza = \u201efallen\u201c) des Verses, die immer mit der letzten Silbe eines solchen festgemacht wird.<\/p>\n<div class=\"box info\">\nDie kadenz kann entweder<\/p>\n<ul>\n<li><strong>m\u00e4nnlich<\/strong>, mit einer betonten Silbe, oder<\/li>\n<li><strong>weiblich<\/strong>, mit einer unbetonten Silbe sein.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Die m\u00e4nnliche Kadenz wird oft als \u201estumpf\u201c bezeichnet, w\u00e4hrend die weibliche Kadenz in der Fachliteratur auch als \u201eklingend\u201c bezeichnet wird. Es mag erstmal nach einer geschlechtsspezifischen Konnotation klingen, aber der Grund f\u00fcr die Benennung ist ein ganz pragmatischer.<br \/>\nIn der franz\u00f6sischen Grammatik beinhaltet die feminine Form f\u00fcr die W\u00f6rter oftmals eine Silbe extra: So wird das im Maskulinum stehende <em>grand<\/em> im Femininum zu <em>grande<\/em>. Beide W\u00f6rter werden gleich ausgesprochen, aber das Femininum besitzt eine \u201eLeerstelle\u201c. Dieses Prinzip wird in der deutschen Poetik, die sich damals stark am Franz\u00f6sischen orientierte, \u00e4hnlich aufgegriffen. Am Ende befindet sich kein \u201eLeerstelle\u201c, aber nach einer betonten Silbe folgt daf\u00fcr eine unbetonte am Ende.<\/p>\n<p>Kadenzen k\u00f6nnen ebenfalls viel \u00fcber den Inhalt eines Gedichtes aussagen. Hat man sie zum Beispiel in einem Wechselspiel und das Gedicht handelt von einem Streit zwischen zwei Liebenden, dann wird hier auch formal ein Dialog suggeriert. Stehen in einer Strophe nur m\u00e4nnliche, in der anderen Strophe nur weibliche Kadenzen und das Gedicht handelt von der emotionalen Distanz in einer Liebesbeziehung, ist dies auch eine formale Untermauerung. Nat\u00fcrlich gilt dies auch f\u00fcr politische oder komische Lyrik.<\/p>\n<h2>Lyrik Klassifizierung<\/h2>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, hatten sich die Literaten der damaligen Zeit einiger Regeln zu unterwerfen, wenn sie ihre Werke als hohe Kunst bezeichnen wollten. Nicht nur Verse und Rhythmen wurden in Kleinstarbeit aufbereitet, auch andere Formalia spielten eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Um Arbeiten pr\u00e4zise zu analysieren, reicht es nicht aus das Metrum an sich zu bestimmen. Das Metrum, und in welcher Form es verwendet wird, sagt n\u00e4mlich noch einiges mehr aus. In der ersten Instanz lassen sich mit der Anzahl der Hebungen die verschiedenen Versarten ermitteln.<\/p>\n<div class=\"Table\">\n<div class=\"Table-row Table-header\">\n<div class=\"Table-row-item\">Versart<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">Erkl\u00e4rung<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Versart\"><strong>Alexandriner<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Erkl\u00e4rung\">\n<p>Hauptvers der franz\u00f6sischen Trag\u00f6die und des deutschen Barocks. Liegt vor, wenn man zw\u00f6lf Silben mit sechs jambischen Hebungen in einem Vers eines Gedichts hat. Durch seine gerade Silbenanzahl eignet er sich besonders gut f\u00fcr Z\u00e4suren in der Mitte des Verses, sprich f\u00fcr die Aufbereitung von Antithesen, wie sie im Barock so oft vorkommen (z. B. von Martin Opitz: \u201eWohl dem und mehr als Wohl, || der weit von Streit und Kriegen [&#8230;]\u201c)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Blankvers<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Liegt vor, wenn man zehn bis elf Silben mit f\u00fcnf jambischen Hebungen hat. Hier in Deutschland bekannt durch Lessings Drama Nathan der Weise, ist er reimlos und besitzt eine m\u00e4nnliche oder weibliche Kadenz.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Knitelvers<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Eine noch freiere Variante, welchen man in J. W. von Goethes Faust finden kann. Hier gilt es lediglich vier Hebungen in einen Vers zu verpacken, das Metrum spielt dabei keine Rolle.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Hexameter<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Diese Versart stellt eine ganz alte und wesentlich striktere Tradition hingegen dar, der wie der Alexandriner auch sechs Hebungen besitzt, diese aber daktylisch sein m\u00fcssen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<br \/>\nDazu kommen diverse Ausnahmn, wie z.B. einen Spondeus zu verwenden. Bei der Verwendeung eines Spondeus wird ein Vers entweder mit diesem oder mit einem Troch\u00e4us abgeschlossen. Man findet diesen meistens in \u00dcbersetzungen von griechischen Versdramen und Erz\u00e4hlungen, doch auch Goethe bediente sich in Reineke Fuchs dieser Versform:<\/p>\n<p><em>Nobel, der K\u00f6nig, versammelt den Hof; und seine Vasallen [&#8230;]<\/em><\/p>\n<p>Moderne und postmoderne Gedichte greifen sie nicht selten auf, aber meistens haben die Verse heutzutage keine feste Form. Hat man die Versart in dem jeweiligen Gedicht erkannt, kann man untersuchen wie die Strophen aufgebaut sind.<\/p>\n<p>In den verschiedenen Strophenformen werden Reime, Metrum, sowie Vers- und Strophenanzahl zu einer geregelten Form zusammengemischt. Die wohl bekannteste Mischung ist das Sonett. Dies ist eine Gedichtform, die gerade zur Barockzeit oft verwendet wurde. Ein Sonett enth\u00e4lt immer 14 Verse, die je nach Ort und Tradition anders gegliedert werden. Die deutsche Version enth\u00e4lt in der Regel zwei Quartette (vier Verse) und drei Terzette (drei Verse), w\u00e4hrend die englische Version nach Shakespeare drei Quartette und einen abschlie\u00dfenden Paarreim am Ende (Couplet) enth\u00e4lt, welcher die Moral des Gedichts zusammenfasst. Die Reimstruktur eines deutschen Sonetts ist grunds\u00e4tzlich (abbaabbacdccdc), variiert aber in vielen Werken stark.<\/p>\n<p>Eine weitere bekannte Form ist die sogenannte Volksliedstrophe, die in aller Regel vier Verse mit drei oder vier Hebungen und einem Kreuzreimschema besitzt. Durch die N\u00e4he zur Musik ist die Liedhaftigkeit dieser Texte nicht abzusprechen. Volksliedstrophen findet man fast \u00fcberall, wenn auch in abgewandelter Form. So hat eine Strophe in der Rap-Musik 16 Zeilen, was die vierfache Menge der Volksliedstrophe darstellt. Dasselbe Prinzip gilt auch f\u00fcr die Popmusik.<\/p>\n<p>Es gibt noch viele weitere Formen, wie die Oden oder die Terzinen, diese sind aber in der heutigen Zeit kaum noch gebr\u00e4uchlich. Am Ende sei auch hier gesagt, dass diese Einteilung nicht immer fest sein m\u00fcssen. Wichtig ist es, sich mit diesen Stilen auszukennen und so \u00dcberschneidungen und Br\u00fcche erkennen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"Table\">\n<div class=\"Table-row Table-header\">\n<div class=\"Table-row-item\">Textsorte<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">Erkl\u00e4rung<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Textsorte\"><strong>Ballade<\/strong><br \/>\nokzitanisch balar =<br \/>\nTanzen<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Erkl\u00e4rung\">\n<p>Ein Gedicht in mehreren Strophen, welches eine Handlung wiedergibt, weswegen sie als eine Mischform aus Epik und Lyrik zubetrachten ist. Goethe bezeichnete die Ballade als \u201eUr-Ei\u201c, die<br \/>\nUrsprungsform aus der alle poetischen Str\u00f6mungen hervorgegangen ist.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Elegien<\/strong><br \/>\ngrch. Elegos =<br \/>\nKlagelied<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Ein Gedicht, welches in Distichen (Verspaare aus Hexameter und Pentameter) verfasst wird. Themen sind zumeist die Klage \u00fcber Tod, Verlust, Trennung und innerer Zerrissenheit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Epigramm<\/strong><br \/>\ngrch. epigramma =<br \/>\nAuf-, Inschrift<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Kurzes Gedicht auf einem Grabstein, Denkmal, Kunstwerk etc., welchem den Sinn jenes Gegenstands eine tiefere Bedeutung verleihen soll.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Haiku<\/strong><br \/>\neigentlich jp. Haikai no Hokku =<br \/>\nScherzhaftes Kettengedicht<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Gedichtform aus Japan, dessen erster Vers aus f\u00fcnf, zweiter aus sieben und dritter Vers wieder aus f\u00fcnf Lauteinheiten besteht. Die japanischen Lauteinheiten entsprechen den deutschen Silben. Thema eines Haikus ist in der Regel das Hier und Jetzt, abstrakte simple Situationen und Umst\u00e4nde mit Realit\u00e4tsbezug.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Hymne<\/strong><br \/>\ngrch. hymnos =<br \/>\nTongef\u00fcge<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Fest- und Lobgesang ohne metrische Form, zuvor immer eine Gottfigur oder einer h\u00f6heren Vorstellung gewidmet, mittlerweile aber auch zu Themen wie Freundschaft, Vaterland und Freiheit.<br \/>\nMerkmale der Hymne sind ihre gehobene Sprache und ihr \u201eer habener\u201c Tonfall.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Konkrete Poesie<\/strong><br \/>\nkonkret =<br \/>\nBestimmt, pr\u00e4zise und deutlich<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Kein Gedicht im klassischen Sinne, sondern viel mehr eine Anreihung von W\u00f6rtern, um einen bestimmten Umriss zu erzeugen, der dann in einem Bild endet. Beispiel hier ist Reinhard D\u00f6hls Gedicht Apfel mit Wurm wo mehrmals das Wort \u201eApfel\u201c in Form des Obstes angeordnet wurde.<br \/>\nEin anderes ist Beispiel Eugen Gomringers Schweigen, wo das Titelwort mehrmals in quadratischer Anordnung abgedruckt wird, sich in der Mitte aber eine Leerzeile befindet. Konkret ist hier, dass das Schweigen nicht nur als Wort abgebildet ist, sondern auch konkret als \u201eNichts\u201c im Gedicht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Lautgedicht<\/strong><\/div>\n<div class=\"Table-row-item\">\n<p>Lyrisches Werk, welches nur aus Onomatopoetika (z. B. W\u00f6rter wie \u201ezisch!\u201c oder \u201ebumm!\u201c) besteht und deren vollkommene<br \/>\nWirkung sich erst beim gesprochenen Vortrag entfaltet.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\"><strong>Lied<\/strong><br \/>\nmhd. liet =<br \/>\nStrophe<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\"0>\n<p>Weitumfassender Begriff f\u00fcr alle gesungene und relativ kurze Lyrik.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Textsorte\"><strong>Ode<\/strong><br \/>\nat. ode =<br \/>\nDer Gesang<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Erkl\u00e4rung\">\n<p>\u00c4hnlich wie Hymne, nur dass der Begriff \u201eOde\u201c weitreichend alle gesungene Lyrik in der Antike zusammenfasst. Ebenso wie die Hymne enth\u00e4lt die Ode einen erhabenen Tonfall und eine gehobene Sprache.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"Table-row\">\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Textsorte\"><strong>Sonett<\/strong><br \/>\nlat. sonare =<br \/>\nt\u00f6nen, klingen<\/div>\n<div class=\"Table-row-item\" data-header=\"Erkl\u00e4rung\">\n<p>Gedichtform bestehend aus 14 Versen, die entweder in zwei Quartette (Strophen aus 4 Versen) und 2 Terzette (Strophen aus 3 Versen), oder in drei Quartette und ein heroic couplet (Strophe<br \/>\naus 2 Versen) gegliedert wird.<br \/>\nIn deutschsprachiger Literatur wird das Sonett im f\u00fcnfhebigen Jambus verfasst, in der Regel mit abwechselnder m\u00e4nnlicher mund weiblicher Kadenz und einer Z\u00e4sur in der Mitte der einzelnen Verse.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"study-deutsch-fullwidth\" id=\"study-2810862526\"><div class=\"ad fullwidth lernheft amz\">\r\n    <div class=\"inner\">\r\n        <div class=\"txt\">\r\n            <span class=\"firstline\">Unser Lernheft zum Deutsch-Abi'22<\/span>\r\n\t\t\t<span class=\"secondline\">Erkl\u00e4rungen + Klausuren + L\u00f6sungen!<\/span>\r\n           <!-- <div class=\"stars\">\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star\"><\/i>\r\n                <i class=\"fas fa-star-half\"><\/i>\r\n            <\/div>\r\n            <div class=\"stars-counter\">\r\n                <small>4,5 von 5 Sternen<\/small>\r\n            <\/div>-->\r\n        <\/div>\r\n        <div class=\"btn-container\">\r\n            <a class=\"btn orange\" target=\"_blank\" href=\"%link%\"><img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/amz.png\" alt=\"Jetzt kaufen\" title=\"Jetzt kaufen\" \/><span>Auf Amazon ansehen<\/span><\/a>\r\n        <\/div>\r\n        <div class=\"media\">\r\n            <div class=\"img\">\r\n                <img src=\"https:\/\/www.studyhelp.de\/online-lernen\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/deutsch-abiturvorbereitung.png\" alt=\"Deutsch Abiturvorbereitung\" title=\"Deutsch Abiturvorbereitung\" \/>\r\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n    <div class=\"figure circle\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure circle2\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure square\"><\/div>\r\n    <div class=\"figure triangle\"><\/div>\r\n   <div class=\"label red\"><p>15,99\u20ac<\/p><\/div>\r\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei all der k\u00fcnstlerischen Literatur scheint die Lyrik am gebr\u00e4uchlichsten. 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