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Mit Geld spielt man nicht, mit Kreditkarten und Girocards erst recht nicht. Schüler:innen und Studierende sind jedoch gerade erst dabei, den „erwachsenen“ Umgang mit Geld zu lernen. Für eine Starthilfe ohne böse Überraschungen braucht es daher einen Leitfaden, um das richtige Konto mit zugehörigen Bezahlkarten auszusuchen. Wir spielen kurz Finanzberater (ohne Lizenz) und werfen mit dir einen Blick in die Bezahlkarten und ihre Nutzung.
Bezahlkarten gibt es viele: Grob unterscheiden lassen sie sich in Girocards, Debitkarten, Kreditkarten und Prepaid-Karten. Merk dir einfach, dass sich die Karten vorrangig durch die Art und den Zeitpunkt der Kontoabbuchung unterscheiden:
Im Studium ist das Geld meist knapp und will sorgfältig organisiert werden. Die meisten Banken sind zum Glück studierendenfreundlich und bieten dir ein kostenloses Studierendenkonto. Perfekt, um Finanzkompetenz zu lernen und beim Studium Geld zu sparen. Zum Leistungsumfang gehören meist neben der kostenlosen Debitkarte auch Online-Banking, ein Dispokreditrahmen sowie je nach Anbieter eine optionale Girocard oder Prepaid-Karte. Die kostenlose Option beim Girokonto gilt meist bis zum 28. Lebensjahr oder ab einem Mindestgeldeingang von etwa 700 bis 1.000 Euro.
Mit Einwilligung der Eltern können auch Schüler:innen ab dem 7. Lebensjahr ein Girokonto als kostenloses Guthaben-, Taschengeld- oder Sparkonto eröffnen. Die volle Verfügungsmacht haben Kinder dann ab Volljährigkeit, während das Konto bis zu diesem Zeitpunkt von Eltern treuhänderisch verwaltet und über das eigene Online-Banking kontrolliert wird.
Mit inbegriffen ist häufig eine Girocard oder eine Debitkarte – mit der Einschränkung, dass das Konto nicht überzogen werden kann, um Verschuldung vorzubeugen. Bargeldloses Bezahlen sowie Abheben und Einzahlen sind jedoch möglich. Zusätzlich können aufladbare Prepaid-Karten oder mobiles Bezahlen per App dabei sein. Vorteilhaft ist diese Form der Bezahlkarte vor allem für eine frühe Finanzkompetenz sowie für Klassenfahrten oder Schüleraustausch.
Wenn es dich für ein oder zwei Semester ins Ausland zieht, dann bitte nicht ohne Debitkarte oder Kreditkarte – im Idealfall beides, denn doppelt hält im Falle eines Kartenverlusts besser. Da gebührenpflichtige Bargeldabhebungen vor allem im Nicht-EU-Ausland an deinem Budget knabbern, solltest du sie schon allein für bargeldloses Zahlen rechtzeitig beantragen. Bei einem guten Studierendenkonto ist eine Visa Debit meist ohnehin enthalten.
Die Checkliste für eine geeignete Bezahlkarte im Ausland:
Lass dich nicht zu schnell von Spezialangeboten für Studierende oder Schüler:innen locken, denn wo „Sonderangebot“ draufsteht, können versteckte Kosten drinstecken. Prüfe und vergleiche stattdessen Kartenanbieter und Banken und lass dich im Zweifelsfall vor Ort beraten. Versteckte Kosten können etwa durch hohe Kontoführungs- oder Kartengebühren, Gebühren für Bargeldabhebungen oder hohe Fremdwährungsentgelte entstehen.
Ob du dich nun für eine Filialbank oder für eine Direktbank entscheidest, mehr oder weniger Vor- oder Nachteile hast du nicht. Der Hauptunterschied liegt darin, dass Filialbanken regional verankert oder überregional durch Filialen vernetzt sind, während Direktbanken als reine Online-Banken fungieren. Laut einer Bitkom-Studie von 2024 bevorzugten ganze 71 Prozent der befragten 16- bis 29-Jährigen sogar Onlinebanken. Unter allen Befragten waren es immerhin 54 Prozent, die sich für eine digitale Bank entscheiden würden.
Die Vorzüge von Direktbanken liegen meist in niedrigeren Kosten dank kostenloser Kontoführung, Gratis-Bezahlkarten sowie hoher Flexibilität durch Banking-Apps und Online-Banking. Hier hinken Filialbanken stellenweise hinterher, bieten dafür jedoch persönliche und individuelle Betreuung vor Ort.
Viele Banken setzen für die Kontoeröffnung oder Kreditkartenbeantragungen einen positiven Schufa-Eintrag voraus. Eine positive Schufa zeigt, dass du Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommst, Verträge einhältst und Schulden oder Zahlungsausfälle vermeidest. Eine gute Bonität erleichtert die Kontoeröffnung samt Girocard oder Debitkarte und erhöht deine Chancen auf eine Kreditkarte – auch für Studierende.
Wenn du die wichtigsten Dos & Don‘ts beachtest, kann bei der Nutzung von Bezahlkarten nichts schiefgehen. Dazu zählen die sichere Aufbewahrung von Karten samt PIN, die Prüfung auf versteckte Kosten und eine breite Kartenakzeptanz. Ebenso wichtig ist es, an eine Zweitkarte für Auslandsaufenthalte zu denken, den Disporahmen nicht unnötig auszureizen und Kreditkartenabrechnungen möglichst vollständig zu begleichen. Studierende und Schüler:innen lernen dadurch frühzeitig Selbstbestimmung und Verantwortung im Umgang mit Geld und Finanzen.