Satzstruktur im Englischen – StudyHelp

Jetzt, wo wir die verschiedenen Wortarten einmal durchgegangen sind, wollen wir uns damit beschäftigen, wie wir sie zu einem korrekten Satz verbinden können.

Wortarten sind die Bausteine einer Sprache, also das Rohmaterial aus dem wir die Sprache zusammenbauen. Grammatik ist die Anleitung. Sie beschreibt wie wir die Bausteine zusammensetzen müssen, damit ein stabiles Haus entsteht.

Wenn du die Grammatik einer Sprache kennst, kannst du jeden Satz bilden, solange du die richtigen Worte kennst.

Auf den folgenden Seiten sehen wir uns eine Version des Satzbaus an, die zum besseren Verständnis etwas vereinfacht wurde. Sie sollte dir einen guten Überblick darüber verschaffen, wie die
englische Sprache funktioniert. Zuerst wollen wir uns dem Satzbau von Aussagesätzen widmen, da die meisten Sätze dieser Anleitung folgen.

Der einfache Satzbau – Basic Sentence Structure

Ein Satz teilt sich in verschiedene Satzbausteine auf. Ein Satzbaustein ist ein Wort (oder eine Ansammlung von Worten), das eine gezielte grammatikalische Funktion übernimmt. Er gibt uns
bestimmte Informationen.

Die drei bedeutendsten Satzbausteine sind:

 

Die Reihenfolge dieser Satzbausteine in einem Aussagesatz steht immer fest. Das Subjekt kommt immer vor dem Prädikat, das Prädikat immer vor dem Objekt. Der Satz Football I play.
ist somit grammatikalisch nicht korrekt und sollte nicht verwendet werden.

Subjekt

Das Subjekt eines Satzes beinhaltet immer den aktiven Teil. Die Person oder der Gegenstand im Subjekt führt die Tätigkeit aus. Aus diesem Grund können wir das Subjekt einfach finden, indem wir
die Frage „Wer/was führt die Tätigkeit aus?“ stellen.Die englischen Fragewörter für „wer“ und „was“ sind who und what. Versuchen wir es einmal an einem Beispielsatz.

You learn for school.

Um herauszufinden, welcher Teil des Satzes das Subjekt ist, stellen wir uns die Frage Who learns for school? Die Antwort ist You learn for school. „Du“ führst die Tätigkeit des Lernens aus, also bist du das Subjekt. Versuche es beim nächsten Satz einmal selbst.

Maria lives in Australia.

Hier ist die richtige Frage „Wer lebt in Australien?“, also Who lives in Australia? Die Antwort ist Maria lives in Australia. Maria ist das Subjekt. Genauso ist es auch mit Gegenständen.

The school is very small.

Mit der Frage What is very small? kommen wir auf die Antwort the school. Wie wir hier sehen können, muss ein Satzbaustein nicht immer nur aus einem Wort bestehen. Das Subjekt muss immer ein Substantiv, ein Pronomen oder einen Namen beinhalten! In diesem Fall haben wir das Substantiv school kombiniert mit dem Artikel the. Ein Subjekt kann teilweise sogar mehr Wörter beinhalten als manche Sätze.

Walking home with my grandparents takes so long!

In diesem Satz müssen wir mit dem Fragewort what arbeiten: What takes so long? Die Antwort darauf ist walking home with my grandparents. Das Subjekt allein nimmt hier also einen Großteil des Satzes ein. Mit etwas Übung und Gewohnheit sollte das Fragen nach dem Subjekt kein Problem mehr sein. Meistens ist sogar ohne die Frage klar, wer oder was die Tätigkeit ausführt.

Prädikat – Predicate

Das Prädikat steht in Aussagesätzen immer hinter dem Subjekt und gibt die Tätigkeit an, die vom Subjekt ausgeführt wird. Aus diesem Grund besteht das Prädikat meist ausschließlich aus Verben.
Adjektive und Substantive haben in diesem Satzbaustein nichts zu suchen.

Bei der Analyse eines Satzes ist es oft am sinnvollsten, zuerst das Prädikat zu suchen. Meist befindet es sich in der Mitte eines Satzes. Eine direkte Frage nach dem Prädikat gibt es nicht, es
ist aber leicht zu finden, wenn wir nach dem Verb im Satz suchen.

I live in Berlin.

In diesem Satz haben wir nur ein Verb, nämlich live. Es befindet sich in der Mitte des Satzes und folgt dem Subjekt. Das macht es ganz eindeutig zum Prädikat des Satzes. Das Prädikat kann, genauso wie das Subjekt, natürlich auch aus mehreren Wörtern bestehen. Im Artikel über Verben haben wir über die verschiedenen Verbformen gesprochen: Vollverb, Hilfsverb und Modalverb. Sie
können alle gleichzeitig im Prädikat stehen.

I haven’t seen your cat anywhere.

In diesem Satz können wir ein Hilfsverb und ein Vollverb sehen: have (in diesem Fall mit not verneint) und see (hier in der Partizipform als seen). Das Prädikat in diesem Satz ist demzufolge
haven’t seen.

I have been working harder than anyone else.

Auch hier finden wir wieder mehrere Verben: have, been und working. Sie geben an was ich getan habe, somit bilden sie das Prädikat im Satz. Manchmal ist die Übersetzung aus dem Deutschen gar nicht so einfach.

Bedenke immer: Die Reihenfolge von Subjekt – Prädikat – Objekt steht immer fest in dieser Reihenfolge und kann nicht verändert werden.

Im Allgemeinen befolgt die deutsche Sprache diese Regel auch, weicht aber auch hin und wieder davon hab. Beispielsweise in Sätzen im Perfekt.

Ich habe den Apfel gegessen.

Wie wir sehen, befinden sich in diesem Satz zwei Verben: „habe“ und „gegessen“. Wenn wir diesen Satz ins Englische übersetzen wollen, müssen wir an den Satzbau denken. Das Verb darf nicht hinter das Objekt!

I have the apple eaten.

Diese Übersetzung ist nicht korrekt, da das Verb eaten hinter dem Objekt the apple steht. Der Satzbau gibt vor, dass die Verben in das Prädikat gehören und dieses steht vor dem Objekt. Die
korrekte Übersetzung lautet:

I have eaten the apple.

Objekt – Object

Das Objekt ist der letzte Bestandteil unseres einfachen Satzbaus. Er steht am Ende des Satzes, hinter dem Prädikat, und beschreibt was getan wird oder mit wem/was etwas getan wird. Es ist
also der passive Teil des Satzes. Anders als das Subjekt führt es keine Tätigkeit aus, stattdessen wird mit ihm interagiert.

Die Fragen für das Objekt sind

  • wen (who),
  • wem (whom) oder
  • was (what).

Wie wir im Artikel Fragewörter bereits besprochen haben, gilt das Wort whom heutzutage
eher als veraltet, weshalb wir einfach bei who bleiben.

I play football.

Football ist in diesem Beispiel das Objekt. Das finden wir heraus, indem wir die Frage What do I play? stellen. Die Antwort darauf ist football. Genauso ist es im folgenden Satz.

My sister plays guitar.

What does my sister play? Die Antwort ist the guitar. Genau wie im Subjekt muss das Objekt nicht immer aus einem Substantiv, einem Pronom oder einem Namen bestehen. In diesem Fall haben wir ein Substantiv und einen Artikel, die gemeinsam das Objekt bilden. Wie auch schon das Subjekt-, kann das Objekt schon fast ein eigenständiger Satz sein.

I like the girl who jumped over the river.

Dieses Mal müssen wir nach einer Person fragen: Who do I like? Die Antwort ist the girl who jumped over the river. Dieser ganze Abschnitt ist die Beschreibung einer einzigen Person und bildet somit das Objekt des Satzes. Ein Objekt kann aber auch nur ein Wort enthalten.

You are pretty.

What are you? Die Antwort ist pretty. Hier besteht das Objekt nur aus einem einzigen Adjektiv, das das Subjekt näher beschreibt.

An sich ist das Objekt nicht notwendig, um einen vollständigen, grammatikalischen Satz zu bilden. Inhaltlich solltet ihr es aber in den meisten Fällen einbauen, um eure Gedanken deutlicher zu
machen. I am eating a hamburger hat wesentlich mehr Aussagekraft als I’m eating.