Inhaltsangabe

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Die Inhaltsangabe begegnet uns im Fach Deutsch sehr häufig. Anhand einer guten Inhaltsangabe demonstrierst du, dass du einen vorliegenden Text vollständig verstehst. Hierzu fasst du die wichtigsten Punkte des Texts kurz zusammen und gibst die Kernaussagen sinnvoll wieder. Da diese Art der Zusammenfassung eine wiederkehrende Aufgabe darstellt, schauen wir uns ihren Aufbau nachfolgend genauer an.

Hier lernst du, warum wir Inhaltsangaben schreiben und wie wir sie optimal strukturieren.

Inhaltsverzeichnis

Zur Einführung in das Thema Inhaltsangabe solltest du dir das Lernvideo von Merkhilfe anschauen!

Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe / Zusammenfassung? – Texte wiedergeben/ zusammenfassen

Bevor wir uns den Aufbau anschauen, klären wir zunächst die Zielsetzung der Inhaltsangabe. Diese dient dazu, den Inhalt von Texten kurz und verständlich zusammen zu fassen. Wir geben einen Gesamtüberblick über Handlungszusammenhänge und die wichtigsten Punkte. Es geht nicht darum, jedes Detail des Texts herauszuarbeiten. Vielmehr konzentrieren wir uns auf das Wesentliche.

So schreibst du eine Inhaltsangabe

Wie bei allen anderen Textformen, beachten wir auch hier bestimmte Regeln.

Achte darauf, dass du deine Inhaltsangabe im Präsenz schreibst. Unabhängig vom Tempus im Ausgangstext wechselst du hierbei nicht die Zeitform. Nur bei der Vorvergangenheit darfst du das Perfekt benutzen. Wichtig ist, dass du innerhalb deines Texts keinen versehentlichen Wechsel vornimmst. Lies deinen Text am Ende mit einem besonderen Augenmerk hierauf nochmals durch und prüfe die Zeitform.

Kommt im Ausgangstext direkte Rede vor, baust du diese als indirekte Rede in deine Inhaltsangabe ein. Verwende Zitate oder wörtliche Aussagen stets umformuliert. Um zu unterstreichen, dass es sich um die Ansicht des Autors handelt, kannst du den Konjunktiv nutzen. Vermeide es, ausschließlich „dass“-Formulierungen zu verwenden. Denn dies führt zu unnötigen Dopplungen und stört den Lesefluss.

Beispiel

  • Textstelle: „Inhaltsangaben sind grundlegend für das Textverständnis.“
  • Der Autor betont, dass Inhaltsangaben grundlegend für das Textverständnis seien.
  • Dem Autor zufolge seien Inhaltsangaben grundlegend für das Textverständnis.

Halte dich bei der Inhaltsangabe an die dritte Person und formuliere sie nicht in der Ich-Form. So stellst du sicher, dass du nicht deine eigene Meinung oder Perspektive wiedergibst, sondern die des Autors.

Nutze Konjunktionen in einem angemessenen Umfang. Diese bringen Bedeutungszusammenhänge zum Ausdruck. Auf diese Weise helfen sie dir, die wichtigsten Punkte des Texts strukturiert wiederzugeben.

Beispiel

  • …während
  • Obwohl…
  • …, weil
  • …als

Eine Inhaltsangabe gliedern

Die grobe Gliederung der Inhaltsangabe unterteilt sich in Einleitung, Hauptteil und Schluss. In diesen Teilen kannst du verschiedene Informationen strukturiert zusammenfassen und wiedergeben.

Die Einleitung

Eine gute Einleitung deines Texts ist wichtig. Sie liefert einen Überblick über das vorliegende Material und bietet einen ersten Zugang zur Thematik. Die Einleitung orientiert sich an einem spezifischen Rahmen und bedient sich immer der gleichen Informationen.

In ein bis zwei prägnant formulierten Sätzen informierst du den Leser über die folgenden Punkte:

  • Nenne den Titel des Ausgangstexts und dessen Verfasser.
  • Informiere den Leser über das Erscheinungsjahr. Nimm bei Bedarf eine literaturgeschichtliche Einordnung vor.
  • Gib an, um welche Textart es sich handelt (beispielsweise Kurzgeschichte, Gedicht, Roman, Zeitungsartikel, Filmskript).
  • Gib Auskunft über die Quelle des Texts (zum Beispiel: Buch, Zeitschrift, Sammelband, Internet).
  • Nimm Bezug auf das Thema oder das Problem, mit dem sich der Text beschäftigt.
  • Formuliere eine Kernthese zu der Grundaussage des Autors / des Texts.

Der Hauptteil

Im Hauptteil gibst du den eigentlichen Inhalt des Texts wieder. Du fasst den Handlungsverlauf oder die Gedankengänge des Verfassers zusammen und präsentierst sie dem Leser. Geh hierbei zudem auf den Handlungsort sowie den Handlungszeitraum ein. Nimm außerdem Bezug zu den vorkommenden Personen und ihren Beziehungen zueinander.

Die Länge deiner Inhaltsangabe variiert entsprechend der Länge des Ausgangstexts. Wenn du dir nicht sicher über die geforderte Länge bist, frag im Notfall deinen Lehrer oder Prüfer.

Achte darauf, dich auf die wesentlichen Punkte zu beschränken und diese sinnig aufeinanderfolgend zu erwähnen.

Der Schluss

Im Schlussteil fasst du deine Zusammenfassung im Grunde nochmals zusammen. Klingt doppelt gemoppelt – ist es auch. Jedoch hilft dein Schlussteil dabei, das Gelesene noch einmal zu verinnerlichen und die Kernaussagen zu behalten.

Gehe hierzu erneut auf die Kernthese ein, die du in deiner Einleitung formuliert hast. Dort hast du eine Aussage darüber getroffen, wovon der Text handelt. Wiederhole diese Aussage im Schlussteil und erwähne anschließend die wichtigsten zwei bis drei Punkte deiner Inhaltsangabe.

Darauf aufbauend kannst du auf die Intention des Autors eingehen. Was möchte der Autor gemäß den herausgearbeiteten Punkten mit seinem Text sagen?

Tipps und Tricks zur Inhaltsangabe

Um eine gelungene Inhaltsangabe zu verfassen, solltest du bestimmte Hinweise beachten.

Schreibe bei dieser Art von Text objektiv und neutral und verwende sachliche Sprache. Ausschmückungen mithilfe von Adjektiven oder Bildsprache sind bei der Inhaltsangabe unerwünscht.

Nimm keine persönliche Wertung vor. Wir erinnern uns: Es geht darum, die wesentlichen Aspekte des Ausgangstexts zusammen zu fassen. Deine eigene Meinung ist an dieser Stelle nicht gefragt.

Achte darauf, den Inhalt in eigenen Worten wiederzugeben. Formuliere Textstellen um, bevor du sie niederschreibst. Übernimm keine ganzen Sätze oder Satzteile unverändert in deinen Text.

Sorge für Orientierung anhand eines roten Fadens. Fasse den Ausgangstext hierzu geordnet zusammen. Du musst den Inhalt nicht in chronologischer Weise wiedergeben. Ganz im Gegenteil: Wenn ein zusammenhängender Punkt an verschiedenen Textstellen auftaucht, fass diesen in deiner Inhaltsangabe zusammen. Auf diese Weise veranschaulichst du dein Verständnis für den Inhalt.